Mädesüß – Strahlende Wiesenkönigin

 

Mitten in unserem Ort, direkt am Bach, wachsen zwei Pflanzenköniginnen direkt nebeneinander. Zwei Staudengewächse sind das, über deren Identität ich im ersten Frühjahr gerätselt habe. Dann fing der hochgeschossene Baldrian zu blühen an, und als der verblüht war, das Mädesüß. Beide sind sie so groß und stolz und beide lieben feuchte Böden. Wenn man sie nebeneinander betrachtet, sind sie aber doch ganz unterschiedlich. Das Mädesüß verströmt meterweit seinen süßen Duft. Es ist fast immer von zahlreichen Bienen besiedelt und die gelblich-weißen Blüten sehen aus wie ein zart-pelziger Flaum. Ich finde, es wirkt viel zarter und noch freundlicher und weicher, als der Baldrian. Eben eine Wiesenkönigin, wie der Name schon sagt. Oder Geißbart, vielleicht, weil die Blüte auch an einen Ziegenbart erinnert.
Letztes Jahr hatten wir drei Flaschen Mädesüßsirup gekocht – für unser Söhnchen, falls es die ersten Kinderkrankheiten bekommen sollte. Die blieben aus, also ließen wir uns den Sirup zu Eis schmecken oder als Limonade. Ein einzigartiges Aroma! Dieses Jahr trockne ich Kraut und Blüten für Tee. Der ist ganz ohne Süßungsmittel süß, basisch und entzündungshemmend.

Eine Rezept für Mädesüßsalbe habe ich noch nicht gefunden, obwohl Mädesüß eine der besten Pflanzen bei Rheuma ist. Bin also dankbar für Hinweise. Bis dahin nehme ich einfach dieses einfache Rezept: 3 – 4 Hände voll Mädesüßblüten und -kraut pflücken. Eine Zeit lang draussen liegenlassen, damit das kleine Getier herauskrabbeln kann. Dann klein zupfen, Ca. 150 g Kokosfett langsam schmelzen und die Pfanzenteile hinzufügen. 10 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen, öfter umrühren. Das ganze mit einem Fliegengitter o.Ä. abdecken und 24 Stunden ruhen lassen. Danach nochmals sanft zum Schmelzen bringen, evtl. Sheabutter oder Vitamin E unterrühren, durch ein Tuch abseihen und in Tiegel fülllen. Kühl und trocken lagern.
Für den Tee nehme ich ca. 1 TL Kraut pro Tasse. Aber Vorsicht: Mädesüß wirkt blutverdünnend und kann bei zu hoher Dosierung Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Nicht mehr als drei Tassen pro Tag!
Viel Spaß beim Gücken und Pflanzen-Erleben!

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